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Igel aus der Natur entnehmen? Ja oder nein.

Grundrissskizze als Beispiel einer Igel-Fütterungskiste

Man ist heute immer noch zu schnell bereit Igel in die menschliche Obhut zu nehmen. Nicht jeder Igel braucht im Herbst unsere Hilfe.

Dem Bundesnaturschutzgesetz zufolge ist es generell verboten Tiere der besonders geschützten Arten, dazu zählt auch der Igel, aus der Natur zu entnehmen. Eine Ausnahme lässt nur der § 43 BNatSchG zu, wenn man kranke oder verletzte Tiere vorübergehend aufnimmt um sie gesund zu pflegen.

Bevor man sich entscheidet einen Igel aufzunehmen, muss die Frage: Ist der Igel krank, verletzt oder stark untergewichtig und damit hilfsbedürftig, mit ja beantwortet werden. Auch die Frage kann der Igel sachkundig gepflegt werden, muss vorher geklärt sein.

Selbst leicht untergewichtige Igel haben bessere Überlebenschancen, wenn sie in der Natur belassen werden. Man kann leicht untergewichtigen oder jungen Igeln im Herbst und Frühjahr mit dem Einrichten einer Futterstelle sehr viel besser helfen.

Erst nach Wintereinbruch, d.h. bei Dauerfrost und/oder Schnee, sollten untergewichtige Igel (Igel mit weniger als 600 g Körpergewicht) auf- und in menschliche Obhut genommen werden.

Füttern kann man die Igel mit Katzendosenfutter, Igeltrockenfutter, Hackfleisch (niemals roh) und ungewürztem Rührei.

Um das Futter vor ungebetenen Gästen und auch vor Regen zu schützen, sollte man dies in eine mit zwei ca. 10 X 10 cm kleinen Einschlupflöchern versehene Kiste stellen.

Die Unterstützung der Igel durch zufüttern kann etwa Mitte Oktober beginnen und sollte weitergeführt werden bis die Igel sich in den Winterschlaf zurückgezogen haben. Nach dem Ende des Winterschlafes etwa Ende März bis Mitte April, je nach Witterung, sollten die Igel für zwei bis drei Wochen mit Zusatzfutter unterstützt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.pro-igel.de

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Awah
Awah: Chihuahua-Spitz-Mix, weiblich, kastriert, 2 Jahre